Garni

Garni

Liebe Designfreunde,

in weniger als einem Monat wird unsere Design- und Fotoausstellung “Wohnhaft in Düsseldorf” eröffnet. Zu diesem Anlass habe ich mich heute mit meiner kooperierenden Fotografin und Freundin Sofia Zwokbenkel getroffen, um unsere Planung, ein von ihr inszeniertes Bild meiner Leuchte, umzusetzen. Mit von der Partie waren Tänzer Orazio und Make-up-Artist Marijana. Es war ein tolles Shooting mit eindrucksvollen und raffinierten Posen und Darstellungen – Ihr dürft gespannt sein! Das Foto wird nämlich erst auf der Ausstellung oder ganz kurz vorher hier zu sehen sein.

An dieser Stelle komme ich zu meinem Entwurf: Der würfelförmige Körper der Leuchte „Garni“ besteht an drei Seiten aus milchig weißem Plexiglas, die vierte Seite allerdings aus einem besonderen Material. Dazu muss man einen kleinen Exkurs in die Designgeschichte machen. Im Jahr 1990 fand im Düsseldorfer Museum im Ehrenhof die Ausstellung „Rheinisches Design“ von der Gruppe Kunstflug statt. Eines der Exponate war die Installation „Hotel Garni“ mit Objekten aus Laminaten für die Abet-Designwerkstatt in Berlin, unter anderem mit diesem Dekor, über welches Designtheoretiker Christian Borngräber schrieb: „Von weitem schon werde ich an den Anfang und das Ende aller Dinge erinnert, also greifen wir zum Bierglas, ehe die Rose verwelkt: „Lebenszeit“ heißt das Dessin von Kunstflug für ABET.“ (Zitat von Christian Borngräber aus dem Katalog “Rheinisches Design” von Kunstflug aus dem Jahr 1996). Aus im Archiv meines Vaters, des Kunstflug-Designers Heiko Bartels, gefundenen Restbeständen und mit der Intention, ein Produkt mit Düsseldorf-Bezug zu entwickeln, entstand nun meine Leuchte. 

Platziert ist “Garni” auf diesem Foto auf dem Möbel “Bord”.

Mit den besten Grüßen, Eure Paula